Welcher Kürbis passt zu dir? – Das große Kürbis 1×1


Früher Arme-Leute-Essen, heute unser Grund Nummer 1, warum wir uns auf den Herbst freuen – der Kürbis! Die Ernte findet in Deutschland im September und Oktober statt, wer also gerne regional & saisonal einkauft und kocht, sollte jetzt auf das leckere Gemüse setzen. Dabei ist er eigentlich gar kein Gemüse: Der Kürbis ist eng mit der Gurke und Melone verwandt und streng botanisch gesehen sogar eine Beere. Insgesamt gibt es mehr als 800 Kürbissorten, sogar die Zucchini gehört dazu. Aber nicht alle Sorten kann man essen, es gibt auch einige Zierkürbisse. Der Kürbis gehört zu den größten Früchten, die es gibt. Manche Sorten können über 1000 kg schwer werden! Das muss man sich mal vorstellen – so schwer wie ein Auto! Essen möchte man diese Kolosse allerdings eher nicht. Bei Kürbissen gilt nämlich eher die Devise: je kleiner, desto aromatischer!

Und nicht nur das Fruchtfleisch, auch die Kürbiskerne sind köstlich! Man kann sie rösten und über Suppen oder in den Salat geben oder sie werden zu dem tollen dunkelgrünen Kürbiskernöl verarbeitet. Schon gewusst, dass man mit Kürbiskernöl sogar Desserts aufpimpen kann? Hier gehts zu einem echten Knaller-Rezept: grünes Kürbiskernöl-Tiramisu mit Beeren!
Beim Einkauf von Kürbissen sollte man auf eine unbeschädigte Schale achten, so kann man sie sehr lange lagern (im kühlen, feuchten Keller teilweise mehrere Monate lang!). Ein reifer Kürbis sollte beim Daraufklopfen hohl klingen.

Doch welcher Kürbis ist denn nun der leckerste? Und welcher eignet sich besonders gut für welche Zubereitungsart? Wir geben einen kleinen Überblick:

Am Ende des Beitrags findet ihr außerdem einen Link, mit dem ihr unsere 5 liebsten Kürbisrezepte erhaltet!

Für Einsteiger: Der Hokkaido


Der bekannteste und beliebteste Kürbis ist ein echtes Allroundtalent! Seine Form erinnert an die einer Zwiebel und seine orangerote Schale kann sogar mitgegessen werden – also kein lästiges Schälen! Das kann bei den harten Kürbissen nämlich oft zu einer ziemlich schweißtreibenden Angelegenheit werden…
Hokkaido schmeckt super als Suppe, im Risotto oder einfach im Ofen geröstet.

Für Feinschmecker: Der Butternut


Der Butternut oder auch Butternuss-Kürbis zeichnet sich – wie der Name schon sagt – durch ein feines Aroma von Butter und Nüssen aus. Die längliche Frucht mit heller Schale enthält sehr wenige Kerne und somit ganz viel leckeres Fruchtfleisch. Schon gewusst? Grundsätzlich kann man jeden Kürbis roh essen! Der Butternut schmeckt roh auch besonders lecker, zum Beispiel über den Salat geraspelt. Er macht sich aber auch super als Pizza-Topping oder zu Pasta.

Low-Carb Pasta gefällig? – Der Spaghettikürbis

Der Spaghettikürbis ähnelt optisch einer Honigmelone. Seine Besonderheit ist das Fruchtfleisch, das beim Garen in spaghettiähnliche Fäden zerfällt. Man kann diesen Kürbis entweder im Ganzen kochen (vorher die Schale mit einer Gabel einstechen), oder ihn in Hälften im Backofen garen. Beides dauert etwa 40 Minuten. Danach mit einer Gabel das Fruchtfleisch lockern und eine leckere Pastasoße dazugeben… mhh, Pastagenuss ohne schlechtes Gewissen!

Perfekte Suppenschüssel: Der Türkenturban


Dieser kleine Kürbis wird auch Bischofsmütze genannt und ist besonders aromatisch. Allerdings ist er durch seine besondere Form etwas schwer zu schälen und schneiden. Davon lassen wir uns aber nicht abhalten! Ausgehöhlt wird der Türkenturban zur perfekten Suppenschüssel für eine cremige Kürbissuppe. Sieht super aus – und schmeckt auch so!

Für Halloween-Fans: Der Muskatkürbis


Dieser Kürbis hat die perfekte Form, um ihn auszuhöhlen und eine tolle Halloween-Laterne daraus zu basteln. Mit dem übrigen Fruchtfleisch kochen wir ein würziges Curry!
Der Muskatkürbis kann bis zu 40 kg wiegen, deswegen gibt es ihn im Supermarkt oft in Stücken. Und auch hier ist der Name Programm, denn er hat eine leichte Muskat-Note.

Auch schon richtig Lust auf leckere Kürbisgerichte bekommen?Holt euch unsere 5 liebsten Kürbis-Rezepte in eure KptnCook-Favoriten-Liste 🙂