Eat, Travel, Love – Die leckersten Reiseziele Europas

Ihr seid absolute Foodies und wollt mal etwas Neues ausprobieren? Lange Zeit galten Paris, London, Rom und auch Berlin als die Food-Städte Europas. Heute blicken wir mal über den Tellerrand dieser berühmten Food-Cities hinaus und zeigen euch vier Städte in Europa, die den Klassikern zunehmend Konkurrenz machen und sich mit Kreativität und Vielfalt hoch in den Foodie-Himmel katapultieren. Für euren nächsten kulinarischen Kick solltet ihr unbedingt in diese Städte reisen:

 

1. Bologna, Italien


Wer ein großer Fan der klassischen Bolognese Sauce ist, der sollte unbedingt mal den Geburtstort der leckeren Tomatensauce aufsuchen. Bologna ist eine Stadt im Herzen Norditaliens und ist neben ihren atemberaubenden Seen und Bergen auch für ihren Beinamen bekannt: „La grassa“ – die Dicke. Denn eines ist sicher, in Bologna kann man unfassbar gut schlemmen. Wenn man sich auf eine kulinarische Genussreise machen möchte, ist man auf den Straßen von Bologna genau richtig. Überall wimmelt es nur von kleinen Läden, in denen man nur das Feinste vom Feinsten kaufen kann. Fleisch, Fisch, Brot, Käse, Kaffee und wer gerade nicht einkauft, der konsumiert Pizza, Pasta und Vino. Ihr wollt eine Genussreise machen? Dann ist Bologna euer nächstes Ziel. Vom Imbiss bis zum Sterne-Restaurant ist alles dabei. Es sind überwiegend Einheimische, die in den Trattorien und Osterien die Gerichte zubereiten und servieren, was das Geschmackserlebnis sehr authentisch macht.

2. Tel Aviv, Israel


Die Foodszene in Tel Aviv ist definitiv etwas für die Vegetarier unter euch, denn die Liebe zu Kichererbsen wird hier ganz großgeschrieben. Falafel und Hummus gibt es in Tel Aviv in allen möglichen Varianten und Kombinationen und das fast an jedem Foodstand! Die kleinen Falafelbällchen werden in ein warmes und mit Hummus bestrichenes Pita-Brot gegeben und mit Salat, Tahini und Gemüse aufgepeppt. Auch wenn Hummus ursprünglich aus dem Libanon kommt, wird er in Tel Aviv zu fast jedem Gericht serviert und gilt als der Prince Charming der Aufstriche. Für Leute, die gerne Fleisch essen, gibt es natürlich noch Shawarma. Wie beim Döner wird geschichtetes Fleisch (Lamm, Rind oder Geflügel) auf einem Drehspieß gegrillt. Shawarma wird ausgiebig in Zitronensaft mariniert und Gewürze und Soßen geben dem Bruder des Döners ein facettenreiches Aroma. Was die unzähligen Falafel- und Shawarmalokale in Tel Aviv voneinander unterscheidet sind die Lokalbesitzer, die jeweils andere Würzmischungen verwenden, die sie natürlich strengstens geheim halten.

3. Kopenhagen, Dänemark


Der Norden darf in unserer Liste natürlich nicht fehlen. In Kopenhagen kann man richtig gut essen. So gut, dass man manchmal monatelang auf einen Tisch warten muss. Die skandinavische Food-Hauptstadt ist die Heimat des berühmten Restaurants Noma, welches schon vier mal zu dem besten Restaurant der Welt gekürt wurde. Die Gerichte sollen die nordische Geschichte widerspiegeln und zeigen, dass die dänische Küche neben Fisch auch reich an Brot- und Backspezialitäten ist. Wer aber nicht auf schicke Restaurants steht, der kann sich an den vielen hübschen Cafés der Stadt erfreuen. Dort stehen die beliebten Smørrebrøds fast immer auf der Speisekarte. Smørrebrøds sind im Grunde genommen nichts anderes als großzügig belegte Butterbrote. Der Belag ist meist sehr herzhaft (Fleisch, Fisch, Ei und Käse) und macht aus dem Snack eine vollwertige Mahlzeit, die man sich bei einem Food-Trip nach Kopenhagen nicht entgehen lassen sollte.

4. Tiflis, Georgien


Last but not least haben wir einen absoluten Geheimtipp für euch. Wer gerne Wein trinkt und auf gefüllte Teigtaschen steht, der sollte sich demnächst auf die Reise nach Georgien machen. Genauer gesagt in die Hauptstadt Tiflis, die ein wahres Abenteuer für Reisende und Foodies sein kann. Georgien ist ein eurasischer Staat an der Grenze zwischen Europa und Asien. Im Norden wird er von Russland begrenzt, im Süden von der Türkei und Armenien und im Osten von Aserbaidschan. Die angrenzenden Länder haben nicht nur großen Einfluss auf die Mentalität der Georgier, sondern auch auf die Esskultur, da mehrere Kochstile vermischt werden. Man könnte sagen, Georgien bekommt das Beste von vier Ländern ab, denn das kulinarische Angebot in Georgiens Hauptstadt Tiflis mag den ein oder anderen überraschen. In der Altstadt findet man hier unzählige wunderhübsche Lokale, in denen man sehr deftig speisen kann und das für extrem wenig Geld. Landestypisch für Georgien sind gefüllte Teigtaschen ‘‘Chinkali‘‘ und gebackenes Käsebrot ‘‘Chatschapuri‘‘. Wenn man mal Lust auf etwas Süßes hat, kann man sich an kleinen Ständen‘‘Tschurtschchela‘‘ (Walnüsse mit Traubensaft-Kuvertüre) kaufen. Was Tiflis zu einer richtigen Foodie-Metropole macht, sind allerdings die einladenden Kellerstuben, in denen die Leute ihren guten georgischen Wein ausschenken, auf dessen Tradition die Georgier sehr stolz sind. Dieser wird nämlich traditionell in Qvervris seit mindestens 6000 v. Chr. angebaut und in den typischen Tongefäßen ‘‘Qvervri‘‘ gereift.

 

Konnten wir euch überzeugen? Wohin geht euer nächster Food-Trip?