Urban Gardening mit Wüsthof: Vergessene Küchenkräuter

Lust auf ‘ne Runde Kräuterkunde? Dann kommt mit auf eine Tour quer durch unser Kräuterbeet!

Ausgestattet mit dem Urban-Farmer-Set von Wüsthof haben wir in den letzten Monaten nämlich eine ganze Reihe außergewöhnlicher Küchenkräuter gepflanzt, geerntet und genossen. Und wir reden nicht von Basilikum, Rosmarin und Co. – das kann ja jeder!

Heute zeigen wir euch fünf fantastische Küchenkräuter, die in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten sind. Aber damit ist jetzt Schluss!

Ysop

Der Ysop, den ihr vielleicht als Bienenkraut oder Eisenkraut kennt, ist bereit für sein großes Comeback! Mit seinem leicht bitteren, würzigen Geschmack, der an eine Mischung aus Oregano, Rosmarin und Salbei erinnert, verpasst das neue It-Kraut besonders Saucen, Suppen, Fischgerichten, Wild und Geflügel die richtige Würze.

Die Samen zieht ihr am besten zwischen Ende März und Anfang April im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vor und pflanzt sie gegen Mitte bis Ende Mai in den Kräutergarten. Ihr könnt euren Ysop aber natürlich auch direkt im Beet ab Anfang Mai aussäen. Achtet dabei darauf, dass der Abstand zwischen den Pflanzen zwischen 20 und 30 cm liegt. 

Da Ysop ein Lichtkeimer ist, reicht es, wenn ihr die Samen leicht in den Boden drückt. Für tiefere Pflanzlöcher heißt unsere Wunderwaffe Machete und stammt – wie sollte es anders sein – aus der Urban-Farmer-Serie von Wüsthof. Neben dem Graben von Pflanzlöchern könnt ihr die Machete auch super zum Ernten von Salatköpfen, Kohl und großem Gemüse benutzen.

Platziert ihr ihn am richtigen Standort (sonnig, windgeschützt, gut durchlässiger und nährstoffreicher Boden), ist der liebe Ysop relativ anspruchslos. Sofern die Erde nährstoffreich ist, reichen ein paar Dünger-Sessions pro Jahr. Das Beste ist: Das genügsame Kraut ist sogar winterhart! Ernten könnt ihr euren Ysop übrigens von Juni bis August und zwar sowohl die jungen Triebe, als auch die Blätter und die Blüten.

In der Küche solltet ihr Ysop jedoch eher sparsam verwenden, da er eine ziemlich starke Note hat. Besonders wichtig: Den Ysop nie mitkochen, da beim Erhitzen die Aromen fast vollständig verdampfen. Pimpt euer Gericht daher lieber nach dem Kochen mit Ysop und lasst ihn für kurze Zeit einziehen. Ganz besonders gut versteht dich Ysop übrigens mit Knoblauch und Frühlingszwiebeln. Das schreit doch geradezu nach selbstgemachter Kräuterbutter, findet ihr nicht?

Wermut

Wir wissen ja nicht, wie das bei euch ist, aber wir lieben Wermut vor allem in seiner flüssigen Form – sei es als Tee oder in Form des berühmt-berüchtigten Absinth. Das würzig-herbe Kraut wird jedoch auch gern dazu genutzt, deftige Gerichte wie Eisbein, Gans oder Kaninchen zu verfeinern.

Also, nur Mut zu Wermut! Aussäen könnt ihr Wermut zwischen März und Mai. Achtet dabei darauf, dass ihr dafür einen warmen und sonnigen Standort mit trockenem, eher sandigem Boden aussucht. Dort könnt ihr eure Wermutsamen dann locker auf die Erde streuen und leicht in den Boden drücken, damit sie nicht wegfliegen. Lasst am besten circa 25 cm Platz zwischen den einzelnen Pflanzen. Nach ungefähr 10 bis 21 Tagen solltet ihr schon die ersten Keimblätter erspähen können. Die Good News des Tages: Wermut braucht im Vergleich zu vielen anderen Kräutern nur wenig Wasser. Geerntet werden kann dann zwischen Juni und September.

Zum Ernten greifen wir am liebsten zu unserem Wüsthof Erntemesser. Denn wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, eignet sich die einzigartige Klingenform mit ihrer markanten Krümmung ideal zum Ernten! Aber auch das Putzen und Schälen von Obst, Kräutern und kleinerem Gemüse geht damit locker-flockig von der Hand. Für Vollblut-Urban-Gardener eignet sich auch noch das Tool Basket, in dem nicht nur die verschiedenen Messer sicher aufbewahrt und transportiert werden können, sondern auch bei der Ernte zum Einsammeln der Kräuter.

Anders als zum Beispiel Basilikum, Rosmarin oder Petersilie ist Wermut kein klassisches Küchenkraut, da er einen ziemlich bitteren und eigenwilligen Geschmack hat, der zu den wenigsten Gerichten passt. Doch gerade deftigen Fleischgerichte wie Eisbein oder Kaninchen verleiht Wermut ein besonderes Aroma. Trotzdem geht ihr wegen seiner intensiven Würzkraft lieber sparsam mit dem Kraut um.

Tripmadam

Kennt ihr schon den Tripmadam? Nicht? Na dann wird’s aber höchste Zeit! Seine Blätter sind nämlich wahre Vitamin-Wunderwaffen, die besonders in Salaten und Suppen super schmecken.

Wie der Ysop ist Tripmadam ein eher anspruchsloses Kraut, was außerdem winterhart ist. Seine Samen könnt ihr Anfang März im Garten oder auf dem Balkon aussäen. Optimal ist dafür ein sandiger, leicht steiniger Boden, der viel Sonne abbekommt. Zwischen Juni und August blüht der Tripmadam. Für’s Kochen solltet ihr allerdings die Blätter und auch die feinen Triebspitzen ernten.

Wenn’s ans Hacken geht, nehmt ihr am besten das Kochmesser oder das Santokumesser zur Hand. Das Kochmesser ist der Alleskönner in der Küche und damit die wichtigste Basis-Ausstattung für jeden Hobby-Schnippler und Profikoch. Denn damit bekommt ihr alles klein; Fisch, Fleisch, Gemüse, Kohl, Obst und natürlich auch Kräuter.
Und was für europäische Kombüsen das Kochmesser ist, ist Asien das Santoku. Das hilft euch nämlich nicht nur beim Wiegen und Hacken von Kräutern, Gemüse und Obst, sondern auch bei der Zubereitung von Fisch und Fleisch.

Der leicht säuerliche Geschmack des Tripmadam eignet sich hervorragend für verschiedene Eintöpfe und Kartoffelgerichte. Aber auch in Wildkräutersuppen oder -salaten könnt ihr ihn als ideale Ergänzung zu scharfen und aromatischen Kräutern verwenden. Und da ihr die Blätter sogar im Winter ernten könnt, macht sich Tripmadam auch super als Vitaminspender für winterliche Gerichte. Aber denkt dran, Tripmadam nur frisch oder tiefgefroren zu benutzen, da er beim Trocknen schon nach kurzer Zeit sein komplettes Aroma verliert.

Weinraute

Wer auf die mediterrane Küche und Grappa steht, der sollte sich mit der Weinraute bekannt machen!

Auch ihr Anbau ist nicht besonders schwierig: Am besten pflanzt ihr sie ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen) an einem sonnigen Standort mit sandigem, kalkhaltigem Boden. An normal warmen Tagen (bis 20°C) reicht es vollkommen aus, wenn ihr eure Weinraute einmal die Woche kräftig gießt. An sehr heißen Sommertagen solltet ihr allerdings öfter zur Gießkanne greifen. Von Mai bis Juni ist dann Erntezeit angesagt!

Mit ihrem sehr aromatischen, bitteren und kräftigen Geschmack verleihen die Weinrautenblätter Frischkäse, herzhaften Fleisch- oder Fischgerichten und Eintöpfen ein ganz besonderes Aroma. Aber auch süßen Speisen wie Konfitüren, Gelees oder Brotaufstrichen könnt ihr mit ein wenig Weinraute einen süßlich-aromatischen Geschmack mit feiner, bitterer Unternote verpassen.

Ein weiterer unserer Favoriten, wenn es ums Schneiden von Kräutern geht, ist das Gemüsemesser. Das kleine, vielseitige Messer kann aber noch viel mehr! Auch fürs Putzen und Dekorieren von Obst und Gemüse ist es perfekt geeignet.

Blutampfer

Früher wurde der Blutampfer gerne für die alljährliche Blutreinigungskur im Frühling genutzt. Heute bevorzugen wir die angenehm säuerlichen Blätter, die deutlich milder als die des bekannteren Sauerampfers sind, eher als Spezialzutat in unseren Salaten.

Auch optisch macht das anspruchslose Wildkraut mit seiner fancy roten Äderung ganz schön was her!

Wenn auch ihr eure Beet und eure Gerichte mit Blutampfer aufpimpen wollt, dann sät ihr die Samen am besten ab April mit einem Abstand von 25 bis 30 cm zueinander aus. Da der Blutampfer wie der Wermut ein Lichtkeimer ist, reicht es, wenn ihr die Samen mit ein bisschen Erde bedeckt. Außerdem liebt Blutampfer feuchte, warme und halbschattige bis sonnige Standorte. Nach etwa zwei Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge und ab Juni könnt ihr die ersten jungen Blätter ernten.

Die kommen dann direkt auf eure Salate, in eure Smoothies, Omelettes oder als Einlage in eure Suppen. Aber bitte erst nach dem Kochen! Denn durch die Hitze verliert das Wunderkraut wertvolle Nährstoffe.

Wie ihr seht, hat die Kräuterwelt mehr zu bieten als Schnittlauch, Petersilie und Dill. Und mit den richtigen Tools verwandelt ihr euren Daumen ganz schnell in einen grünen und eure Gerichte in aromatische Kräuterkracher!

Kennt ihr noch mehr Kräuter, die mehr Aufmerksamkeit verdienen? Dann lasst es uns in den Kommentaren wissen!